Abgasskandal: Schadensersatz T6

Der T6 Bulli gehört inbesondere mit den California-Wohnmobil-Varianten zu den teuersten Modellen in der Palette der Konzern-Mutter. Die offizielle Abgasskandal-Geschichte des T6 begann im Dezember 2017, als das Kraftfahrtbundesamt die Auslieferung von zig-tausenden bereits bestellten und beim Händler auf Abholung wartenden T6 untersagte. Erst im Mai 2018 konnten die letzten Auto ausgeliefert werden. In der Folge des Rückrufes wurde die Modell-Palette auf einige wenige Motor-Vaianten verkleinert.

Damit war der Keim des Zweifels gesetzt, erste Klagen wurden geführt, aber es dauerte bis zum März 2020 bis das Landgericht München in einem von Bulli-Anwalt Frederick Gisevius geführten Verfahren erstmal einem T6-Besitzer Schadensersatz zusprach und den Konzern zwang, das Auto zurückzunehmen.

In der Argumenttion der Klage geht es um folgende Punkte

  • VW nutzt unbestritten das Thermische Fenster
  • Die Unzulässigkeit des Thermischen Fensters wurde vom Gericht festgestellt
  • Der Vorsatz der sittenwidrigen Schädigung wurde festgestellt
  • das Fehlen eines offiziellen Rückrufes wurde als unwesntlich erachtet

Mit dem noch ausstehenden Urteil des EuGH zum Thermischen Fenster werden die Aussichten nochmals besser, denn das Gericht muss nicht mehr entscheiden, ob diese Abschaltvorrichtung zulässig ist oder nicht.

LG Heilbronn

Volkswagen muss im Abgasskandal einen zweiten Bulli T6 zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung erstatten. VW habe den Käufer durch die Abgasmanipulationen vorsätzlich sittenwidrig geschädigt und sei daher zum Schadensersatz verpflichtet, entschied das Landgericht Heilbronn mit Urteil vom 29. Mai 2020 (Az.: Bi 6 O 257/19).

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LG München

Das muss wehtun: Volkswagen hat am Landgericht München ein extrem verbraucherfreundliches Urteil kassiert – wohl auch das erste Urteil zu einem T6. Ein Volkswagen-Bulli T6 muss zurückgenommen werden.

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